Externer Blick – die Kraft der anderen Perspektive
Externer Blick – die Kraft der anderen Perspektive
„Unseren Markt kennen wir.“ Diesen Satz höre ich oft, wenn ich mit Handwerksbetrieben über Marketing spreche. Und ja, viele kennen ihren Markt. Aber reicht diese innere Sicht aus, wenn es um die Neuausrichtung oder Justierung einer Marketingstrategie geht? Denn auch diese Aspekte gehören dazu, wenn man weiterhin erfolgreich sein will.
Zwei Beispiele zeigen, warum der neutrale Blick von außen dabei so wertvoll ist.
Der Markt sieht anders aus als gedacht
Beispiel Nummer 1: Ein seit Generationen etablierter Handwerksbetrieb wandte sich an mich, um frische Impulse für seine Marketingstrategie zu erhalten. Die Marke war lange eingeführt, allerdings war die letzte Relaunch-Idee über zehn Jahre zurück. Der aktuelle Firmeninhaber – ein junger Nachkomme der Kompletanbieter – war überzeugt. Überflüssig. Doch er ließ sich überzeugen – und erlebte prompt eine Überraschung.
Es waren neue Mitbewerber in den Markt eingetreten, die er bislang gar nicht als Konkurrenz wahrgenommen hatte. Bestehende Wettbewerber hatten ihr Angebot geschärft und sich spezialisiert. Das gesamte stabile Marktumfeld hatte sich gewandelt.
Die Folge: Der Betrieb war zunehmend unter Druck geraten, ohne dass das wahrgenommen wurde. Mithilfe der Marktanalyse konnten wir die Strategie anpassen, ohne alles vollständig zu ändern – und das mit Erfolg: Dank der neuen Betrachtungsweise konnte der Betrieb seine Position am Markt sichern und sich wieder deutlich sichtbarer als das positionieren, was er war und wahrnahm: Der professionelle Komplettanbieter in der Region.

Sind die Zielgruppen noch die gleichen? Von wegen!
Das andere Beispiel: Ein Unternehmen für Arbeitsschutz wollte mit Öffentlichkeitsarbeit für mehr Umsatz sorgen. Im Gespräch versicherte der Seniorchef, er kenne seine Kundschaft samt und sonders persönlich. Ein kurzer Blick in den Verkaufsraum zeigte jedoch ein anderes Bild: Die meisten Kunden waren dem Seniorchef inzwischen unbekannt.
Also vereinbarten wir eine Zielgruppenanalyse. Es zeigte sich, dass zwei Drittel der Kunden neu waren und ganz andere Bedürfnisse und Erwartungen hatten als vermutet. Die geplante Öffentlichkeitsarbeit wäre unter diesen Voraussetzungen die falsche Maßnahme zur Umsatzsteigerung gewesen und ins Leere gelaufen. Stattdessen entwickelten wir eine neue Strategie, die sich jetzt konsequent an den tatsächlichen, aktuellen Kundenschichten orientiert.
Betriebsblindheit ist menschlich – eine externe Perspektive professionell
Solche Fehler sind menschlich. Routine, Erfahrung und Alltagsgeschäft sorgen dafür, dass wir alle mit der Zeit einen Tunnelblick entwickeln. Wir meinen zu wissen, wie der Markt, unsere Kunden, unser Umfeld funktionieren – aber oft basiert dieses Wissen auf früheren Erfahrungen und nicht auf aktuellen Entwicklungen.
Der externe Blick ist dabei nicht nur inspirierend – er hilft uns, auf blinde Flecken aufmerksam zu werden und neue Chancen zu erkennen. Oft reichen schon ein paar kritische Fragen und ein neuer Augenöffner – und schon entsteht eine neue Perspektive für dein Unternehmen.
Bereit für eine neue Sichtweise?
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Bild 2 Frau und Mann shoppen: iStock / Lacheev